In den vergangenen Jahren haben die Immobilienpreise in Stuttgart stark angezogen. Das ist kein Geheimnis. Viele Menschen führen das auf Spekulationen mit Immobilien und die Gier von Immobilienmakler zurück. Eine bequeme Erklärung, wenn auch nicht korrekt. Denn der Preisanstieg kann anhand diverser Fakten erklärt werden. Und genau das machen wir in diesem Artikel.

Die Gesetze der Marktwirtschaft

Wie die meisten Güter unterliegt auch der Preis für Immobilien den Gesetzen der Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage können Preise sowohl sinken als auch steigen lassen. Ist das Angebot größer als die Nachfrage, so sinkt der Preis. Da die Anzahl der Verkäufer größer ist als die der Käufer, haben letztere die freie Wahl und Verkäufer müssen ihre Preise senken, um ihr Angebot überhaupt an den Mann bringen zu können. In Stuttgart ist jedoch das genaue Gegenteil der Fall!

Das Verhältnis von Verkäufern zu Käufern ist derart im Ungleichgewicht, dass auf jede Immobilie (Angebot) mindestens 25 ernsthafte Interessenten (Nachfrage) kommen. Da das Angebot bei weitem nicht ausreicht, die horrende Nachfrage zu decken, steigt der Preis. Keine Spekulationen oder Geldgier sind hier verantwortlich, sondern schlicht unser Marktsystem.

Einschränkung neuen Wohnraums durch Geografie

Um die Situation zu entschärfen, muss also neuer Wohnraum geschaffen werden. Infolgedessen steigt das Angebot und das Verhältnis von Verkäufern zu Käufern wird ins Gleichgewicht gerückt. Einfacher gesagt als getan! Denn Stuttgarts geografische Kessellage begrenzt mögliche Erschließungen neuer Wohnräume auf natürliche Weise. Infolgedessen müssen neue Wohnkonzepte geschaffen werden, die den vorhandenen Platz bestmöglich ausnutzen. Das ist Aufgabe der Politik und wir können an dieser Stelle sagen, dass vielversprechende Konzepte und Lösungsansätze momentan nicht vorhanden sind.

Steigende Baukosten

Auch Neubauten haben seit dem Jahr 2000 stark angezogen. Das liegt einerseits an deutlich höheren Grundstückspreisen, andererseits sind die Baukosten selbst durch die Decke gegangen. Während Lebenshaltungskosten in diesem Zeitraum um 25 % angestiegen sind, verzeichneten Baukosten einen Anstieg um satte 55 %. Insbesondere der technische Ausbau verursacht immense Kosten.


Quelle: Immobilienbrief Stuttgart_264_2019

Klimaschutz verursacht weitere Kosten

Klimaschutz ist wichtig! Das streiten wir nicht ab. Doch gerade für Immobilieneigentümer führt er zu einer Welle an Mehrkosten. Das beginnt bei der Dämmung der Wände und zieht sich über einen möglichen Wechsel des Heizsystems bis hin zu nachhaltigen und ökologischen Baustoffen. Das hat seinen Preis! Und folglich kosten Neubauten, die diese Kritieren erfüllen oder Immobilien, die damit nachgerüstet wurden, mehr als solche, die den Klimaschutz nicht erfüllen. Das gleiche Prinzip wie beim Autokauf. Mehr Ausstattung führt zu höherem Preis.

Fazit

Die Immobilienpreise in Stuttgart und anderen deutschen Großstädten wie Berlin oder München sind sehr hoch, ja. Doch im Gegensatz zum Volksglauben liegen die Gründe nicht in Geldgier, sondern exorbitanter Nachfrage, fehlenden Konzepten, höheren Baukosten und Klimaschutz. Summen über 500.000 € mögen so manchen angehenden Investor abschrecken. Doch dafür gibt es keinen Grund! Immobilien als Kapitalanlage sind nach wie vor lukrativ!

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