Bis vor einigen Jahren war es undenkbar, sein Geld nicht auf einem Sparbuch zu haben, oder in einen Bausparvertrag bzw. eine Lebensversicherung zu investieren. Doch die niedrigen Zinsen zwingen uns nach rentablen Alternativen Ausschau zu halten. Die meisten werden auf dieser Suche über das Thema der vermieteten Immobilie als Kapitalanlage stolpern. Warum die Immobilie gerade jetzt einen Höhenflug erlebt und was sie von anderen Sparanlagen unterscheidet, das wollen wir Euch erklären.

Grund und Boden – ein begrenztes Gut

Nahezu jedes Wirtschaftsgut ist nach belieben vermehrbar, Grund und Boden nicht! Dies macht ihn seit Jahrhunderten kostbar und zur klassischen Kapitalanlage. So gründen fast alle großen Vermögen unserer heutigen Zeit auf einer werthaltigen Immobiliensubstanz. Was einst ausschließlich besser verdienenden Personen vorbehalten war, ist heute für viele realisierbar: der Kauf einer eigenen Immobilie Doch was ist der Grund, warum Immobilien als Wertanlage so interessant zu sein scheinen?

Stabiler Wertzuwachs auf Bundesebene

Einer der Hauptgründe ist der kontinuierlich steigende Wertzuwachs, der sich auf Bundesebene durchsetzt. So stieg nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes bei den Haus- und Grundeigentümern der durchschnittliche Verkehrswert zwischen 2008 und 2013 um 3,3%. Und ein Abwärtstrend ist noch lange nicht in Sicht: Steigende Zuwanderung und dadurch eine erhöhte Nachfrage machen Wohnraum gerade in unserer Region zum absoluten Nachfrage-Champion.

Immobilien in Deutschland gelten als äußerst sicher und wertstabil

Trotz des starken Preisanstiegs sind deutsche Wohnimmobilien im EU-Vergleich immer noch relativ preisgünstig, was Investments hierzulande auch für viele ausländische Großinvestoren äußerst attraktiv macht. Doch auch inländische Firmen nutzen die Pole-Position Deutschlands. Es erstaunt also nicht, dass selbst institutionelle Investmenthäuser ihren Anteil an Wohnimmobilien gegenüber Gewerbeobjekten aufstocken, was vor einigen Jahren noch mit den Worten „zu viel Verwaltungskram“ abgewunken wurde.

Die Kapitalanlage als Sprungbrett

Wohnimmobilien bieten sich vor allem Privatanlegern als außerordentlich stabile Form der Altersvorsorge an. Es muss nicht immer die 5%-jährlich Wohnung sein, schon eine halb so hohe Anfangsrendite von 2,5% würde deutlich besser ausfallen als niedrig verzinsliche Festgeldanlagen oder sogar Staatspapiere mit Negativzins.

Die weit verbreitete Meinung, dass man sich entweder für eine Kapitalanlage oder eine eigengenutzte Wohnung entscheiden muss, ist falsch. Eher kann eine Kapitalanlage als Sprungbrett zur eigenen Wohnung dienen. Gerade in Zeiten, in welchen die Familienplanung noch nicht abgeschlossen bzw. die Traumwohnung sehr schwer zu finden ist, empfiehlt es sich, dieser Entwicklung nicht nur zuzuschauen, sondern sein Geld zunächst in eine Kapitalanlage zu investieren. Wird diese gut geführt, hat man bei der Bank ein Stein im Brett und die erste Bewährungsprobe überstanden.