Immobilienblase

2017 haben wir uns bereits mit dem Thema Immobilienblase – Apokalyptischer Reiter oder Trugbild? befasst und erklärt, warum zu diesem Zeitpunkt keine Blasenbildung in Sicht war. Doch wie sieht die Situation 2019 aus?

Fassen wir die Ausgangssituation zunächst noch einmal zusammen:

Verschiedene Warnsignale können auf eine Blase hideuten. Eine vollständige Abkopplung der Hauspreise von den Mietpreisen, stark steigende Privatverschuldung und eine überdurchschnittlich hohe Neubauquote sind drei zuverlässige Indikatoren. Die Folgen einer Blase sind denkbar einfach. Die Immobilie verliert an Wert. Konkret bedeutet das, dass du bei einem Verkauf weniger Geld erhältst, als du ursprünglich dafür bezahlt hast.

So verheerend das im ersten Moment auch klingen mag, aktuell besteht keine Gefahr einer solchen Marktüberhitzung. Zwar sind die Preise in Deutschland über die letzten Jahre gestiegen, dennoch entwickelt sich der Baufinanzierungsmarkt nach wie vor stabil und auch die Mieten ziehen mit. Dagegen wird auch die Mietpreisbremse nur wenig ausrichten können. Ein dem Kaufpreis angemessenes Einkommen in Form von Mieteinnahmen ist also sichergestellt.

Gibt es eine Immobilienblase 2019?

Während eine mögliche Immobilienblase jahrelang heiß diskutiert wurde und eines der absoluten Topthemen war, findet sie heute kaum noch Erwähnung. Das kann einerseits bedeuten, dass sie schlicht totgeschwiegen wird oder aber andererseits, dass keine Gefahr besteht.

Menschen können zwar für eine bestimmte Zeit von Medien durch Angstmacherei beeinflusst werden, merken jedoch nach einem gewissen Zeitraum, dass es sich dabei um bloße Panikmache handelt. So verhält es sich auch mit der Immobilienblase und aus genau diesem Grund ist das Thema verflacht. Schlicht und ergreifend, weil es sich dabei um keine reale Bedrohung für den Immobilienmarkt handelt. Und das lässt sich auch belegen!

Lohnniveau

Betrachten wir zunächst die Entwicklung der Gehälter. Ein rasanter Anstieg von Kauf- und Mietpreisen bei gleichzeitig geringem Verdienstzuwachs ist stets ein schlechtes Omen in der Immobilienbranche. Doch hier besteht kein Grund zur Sorge – und schon gar nicht in Stuttgart! Die nachfolgende Grafik zeigt das Lohnniveau der Landeshauptstädte im Jahr 2018; mit Stuttgart an der Spitze.

Lohnnivau 2018
Quelle: www.gehalt.de

Verhältnis von Mieten und Kaufpreisen

Auch eine Abkopplung der Kaufpreise von den Mieten ist ein zuverlässiger Indikator, ob eine Blase vorhanden ist. Jedoch geht die Schere zwischen beiden Aspekten nicht zu weit auseinander. Ähnlich den Kaufpreisen sind auch die Mieten in den letzten Jahren stark angestiegen. Der Einwand, dass dieser Prozess durch die Mietpreisbremse gestoppt werde, stimmt nicht ganz. Denn die Mietpreisbremse regelt lediglich die gesetzlichen Rahmenbedingungen, nicht jedoch den Markt. Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebremst hoch.

Bedarf an Wohneinheiten bis 2035

Quelle: www.region-stuttgart.org

Anzahl der Kredite

Zu guter Letzt deutet eine zunehmende Anzahl an Krediten auf eine Immobilienblase hin. Durch Deutschlands solide Politik und die verschärften Bankenrichtlinien, werden jedoch keine Kredite unbegründet vergeben. Im Gegenteil! Jede Finanzierungsanfrage wird gründlich geprüft. Das geht sogar so weit, dass Banken nicht nur Zahlen, Daten und Fakten einer Investition bewerten, sondern sogar Sachverständige an das Objekt senden, um es noch mal persönlich einzuwerten.

Blasenindex

Quelle: empirica-Preisdatenbank

Fazit

Wie 2017 besteht auch 2019 besteht keine Gefahr einer Immobilienblase und die Entwicklung des Immobilienmarkts kann durchaus als gesund bezeichnet werden. Alle weiteren Informationen zum Thema Immobilienblase und warum die Situation nach wie vor günstig ist, um in Immobilien zu investieren, erfährst Du an unserer kostenlosen Info-Veranstaltung.