Warum sich Immobilien-Investoren über die steigende Inflation freuen sollten

Wer klassische Sparanlagen für den Vermögensaufbau nutzt, hat aktuell nicht viel zu lachen. Der Zinssatz ist bereits seit Langem im Keller. Hinzu kommt, dass Banken ab einer gewissen Summe auf Sparkonten Negativzinsen verlangen. Doch damit nicht genug! In jüngster Vergangenheit mehren sich die Meldungen über die steigende Inflation.

Wenn die Inflation steigt, die Zinsen aber niedrig bleiben – wie das aktuell der Fall ist – gehören Sparer zu den großen Verlierern. Auch wenn sich der Betrag auf dem Konto nicht ersichtlich minimiert, so verliert man in Wirklichkeit dennoch Realwert! Denn das Geld auf der Bank verliert an Kaufkraft. Insbesondere in Deutschland ist die Angst vor steigender Inflation mehr als berechtigt.

Doch eine steigende Inflation ist nicht per se etwas Schlechtes. Im Gegenteil. Immobilien-Investoren haben allen Grund zur Freude! Warum das der Fall ist und was es mit der Inflation genau auf sich hat, erklären wir in diesem Artikel.

Wie wirkt sich die steigende Inflation aus?

Inflation bezeichnet den Preisanstieg für bestimmte Güter. Damit geht automatisch auch eine Entwertung des Geldes einher: Wenn die Preise steigen, kann man für das gleiche Geld weniger kaufen. Zur Berechnung des Verbraucherpreisindex bzw. der Inflationsrate wird ein “Warenkorb” mit 650 Güterarten verwendet, der einen Großteil gekaufter Waren und Dienstleistungen privater Haushalte umfasst. Anhand der Preisdifferenzen ergibt sich die Inflation. Jedoch weist diese Art der Berechnung mehrere Schwachstellen auf. Das fängt bereits damit an, dass viele Güter gar nicht in den Warenkorb aufgenommen werden. Im Immobilienbereich spielen beispielweise die Miet- und Energiekosten eine Rolle, nicht aber die Entwicklung der Immobilienpreise.

Das weitaus größere Problem besteht jedoch in der Art der Berechnung selbst. Der Vergleich aktueller Preise zu denen des Vorjahres ist nicht immer der optimale Ansatzpunkt – wie die aktuelle Situation beweist. Noch vor einem Jahr befanden wir uns in der Hochphase der Corona-Krise. Zur Abmilderung der finanziellen Folgen wurden diverse Unterstützungen eingesetzt. Dazu gehörte unter anderem eine Senkung der Mehrwertsteuer oder Preissenkungen bei Benzin und Heizöl. Diese Maßnahmen werden jedoch bei der Berechnung nicht berücksichtigt, sodass die Rückkehr zum Normalpreis zzgl. einer kleinen Preissteigerung als ein enormer Preisanstieg wahrgenommen wird. Feststeht, dass die Preise zur Zeit in fast allen Sektoren definitiv anziehen. Dennoch ist die Inflationsrate immer mit Vorsicht zu genießen.

Was bedeuten Negativzinsen für Sparer?

Klassische Spar-Konten sind schon seit Jahren keine echte Option für den Vermögensaufbau. Zinssätze knapp über der Null-Prozent-Marke machen den Effekt des Zinseszinses vollständig zunichte. Als ob das und die Inflation nicht schon Grund genug wären, auf alternative Anlageformen umzusteigen, bieten viele Banken ihren Kunden nun einen weiteren Anlass, den Spar-Konten den Rücken zu kehren: Negativzinsen. Diese Verwahrentgelte greifen je nach Bank bereits ab einer Spareinlage von 5.000 €. Und diese Praxis wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.

Inflationsrate im Oktober 2021 bei + 4,5 %

Mit fatalen Folgen für Sparer! Angenommen, auf Deinem Tagesgeldkonto befinden sich aktuell 10.000 €. So verlieren diese bei einer Inflation von 4,5 % innerhalb nur eines Jahres 450 € an Kaufkraft. Zusätzlich zu dieser Entwertung fallen auch noch die Negativzinsen von ca. 0,5 % an. Das macht insgesamt 5 % aus. Damit ist unumstößlich klar: die einst beliebteste Geldanlageform der Deutschen ist nicht mehr zeitgemäß! Doch den Kopf in den Sand zu stecken und einfach zu resignieren, ist auch keine Option. Daher stellt sich die Frage: was tun?

So profitierst Du von Negativzinsen und Inflation

Wie so oft im Leben gilt auch hier: des einen Freud ist des anderen Leid. Während die Bedingungen für Sparer nicht ungünstiger sein könnten, profitieren Menschen mit gesicherten Darlehen. Denn es schwindet nicht nur die Kaufkraft der Spareinlagen, sondern auch die der aufgenommenen Kredite. Konkret bedeutet das: Durch die Inflation müssen Kreditnehmer weniger zurückzahlen als sie ursprünglich real aufgenommen haben. Deshalb gilt: wer aktuell Schulden (für klassische Immobilien) macht, verdient damit Geld!

Diese Tatsache behält Gültigkeit unter der Prämisse, dass die EZB den Leitzins auf dem niedrigen Niveau belässt, auf dem er sich aktuell befindet. Sowohl Experten wie auch Marktbeobachter sehen aktuell keinen Anlass, wieso sich daran etwas ändern sollte. Gerade für Immobilieninvestoren sind das ausgezeichnete Nachrichten! Denn Immobilienkredite sind im Vergleich zu Ratenkrediten für Verbrauchsgüter wesentlich niedriger verzinst! Wer jetzt also in eine Immobilie als Kapitalanlage investiert, profitiert gleich mehrfach!

Immobilien als Ausweg aus Negativzinsen und Inflation

Auch für Eigenheim-Besitzer wirkt sich die Inflation günstiger aus, jedoch profitieren diejenigen am meisten, die in eine Immobilie als Kapitalanlage investieren! Das liegt daran, dass:

  • die Inflation nicht nur die Preise von Konsumgütern steigen lässt, sondern auch die der Immobilien. Durch den Wertverlust des Geldes wird der Wertzuwachs der Immobilie begünstigt.
  • bei Inflation auch die Miete steigt. Vermieter können durch Mieterhöhungen die monatliche Eigenbeiträge sukzessive reduzieren.
  • das Fremdkapital durch die Inflation ebenfalls an Wert verliert. Investoren müssen effektiv also weniger zurückzahlen als sie ursprünglich bei der Bank aufgenommen haben.

Fazit

Die steigende Inflation in Verbindung mit Negativzinsen machen dem Sparbuch als Anlageform endgültig den Garaus. Doch was für Sparer eine Hiobsbotschaft ist, erweist sich als optimale Voraussetzung für Immobilien-Investoren. Während durch die Entwertung des Geldes effektiv weniger Schulden zurückgezahlt werden müssen als aufgenommen, passt sich der Wert der Immobilie entsprechend der Inflation an.

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