Der deutsche Immobilienmarkt boomt und da stellt sich die Frage: Wo sind welche Kaufpreise noch gerechtfertigt, ohne als überhitzt zu gelten? Zahlreiche Marktanalysen erörterten diese oft gestellte Frage.

Miet- und Kaufpreise von Immobilien

In einer aktuellen, wissenschaftlichen Erhebung hat das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) ermittelt, dass die Preise für Wohnimmobilien in Großstädten seit 2009 um rund 32 Prozent bei Bestandsimmobilien gestiegen sind. Gleichzeitig stiegen aber auch die Mieten um 22 Prozent bei Erstvermietung und 21 Prozent bei Wiedervermietung. Zwar sind die Immobilienpreise in einigen Regionen deutlich gestiegen, die Kaufpreise haben sich aber überwiegend in ähnlichem Maß entwickelt wie die Mietpreise. „Dies ist der Ausdruck einer insgesamt steigenden Nachfrage in den urbanen Zentren Deutschlands“, so Claus Michelsen, Immobilienexperte beim DIW. Von einer generellen Blasenbildung könne daher nicht die Rede sein. Weiter heißt es „Die Struktur des deutschen Immobilienmarktes ist insgesamt weiterhin gesund“, so das Fazit der DIW Experten.

Immobilienkredite und Zinssätze

Gegen eine Blasenbildung auf dem Gesamtmarkt spreche auch, dass der Zinssatz für Immobilienkredite im Schnitt langfristig gebunden sei und keine auffälligen Entwicklungen bei der Kreditvergabe zu erkennen seien. Ursächlich hierfür ist auch die strenge Kontrolle und Wertermittlung der Kreditgeber. Das stabile Kreditvolumen zeige auch, dass die gesamtwirtschaftlichen Gefahren der Immobilienentwicklung weiterhin überschaubar sind. Auch die Bundesbank stuft das Risiko einer Preiskorrektur bei gleichzeitig starken Ausfällen von Krediten gegenwärtig als gering ein – trotz des “vergleichsweise kräftigen Kaufpreises“. Weiter argumentiert die Bundesbank, dass bisher keine Blasen bei Wohnimmobilien entstehen – auch, weil die Immobilienkredite weiterhin auf moderatem Niveau wüchsen.

Preisentwicklung im internationalen Vergleich

Auch die Ratingagentur Standard & Poor‘s erwartet, dass die Immobilienpreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter anziehen, hält eine Blase aber für unwahrscheinlich. Zwar hätten sich Immobilien schon in den vergangenen sechs Jahren deutschlandweit durchschnittlich verteuert, allerdings war das Niveau im internationalen Vergleich zuvor sehr niedrig gewesen. Immobilien in deutschen Städten sind noch immer nicht teuer

Fazit: Die Experten geben Entwarnung

Wer sich den Traum einer eigenen Immobilie verwirklicht, profitiert von der aktuellen Zinslage an den Kapitalmärkten. Denn selten waren diese so günstig wie derzeit, um den Haus- oder Wohnungskauf zu finanzieren. „Die Zinsen für Immobilienkredite an private Haushalte sind auf einem historisch niedrigen Niveau“, analysiert Franz Eilers vom Verband deutscher Pfandbriefbanken. Also wenn nicht jetzt, wann dann?

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