Vermieter fallen oft auf solide Anzugträger herein: Auf Juristen, Ärzte, aber auch auf Handwerker und Angestellte, das geht quer durch alle Berufsgruppen. Schufa-Auskünfte, Bankbürgschaften und Gehaltsabrechnungen der vermeintlich solventen Mieter sind häufig gefälscht. Und: Die Menschen handeln in betrügerischer Absicht. Das unterscheidet sie von Mietern, die durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit in Not geraten sind und nun Zahlungsprobleme haben. Als Mietnomaden werden Mieter bezeichnet, die zunächst einziehen, dann aber die Miete nicht zahlen und so für finanzielle Verluste durch teils erhebliche Mietrückstände sorgen.

Das größte Problem dabei ist, dass in diesen Fällen selbst eine fristlose Kündigung erst gerichtlich durchgesetzt werden muss. Die Kosten für den Anwalt bleiben in der Regel jedoch ebenfalls beim Wohnungsbesitzer – zusätzlich zum entstandenen Mietausfall.

Vorsorgen statt danach sorgen – einfache Vorsichtsmaßnahmen

Bonitätsprüfung

Um sich vor Mietnomaden zu schützen, gibt es einige einfache Hinweise. Zum einen sollte man sich nicht nur auf die eigene Menschenkenntnis verlassen, sondern eine Auskunft über die Bonität des Interessenten einholen. Ein Bonitätscheck gibt Auskunft über die Zahlungsfähigkeit eines potentiellen Mieters und ist online über verschiedene Portale schnell einzuholen. Weiterhin können Vermieter sich an die Schufa wenden oder an Dienste, wie die Vermieterschutzgemeinschaft, die sich auf die Zahlungsmoral von Mietern spezialisiert haben.Um die Liquidität genauer zu überprüfen, haben Vermieter ebenfalls das Recht, sich Gehaltsnachweise bzw. den Arbeitsvertrag vorzeigen zu lassen.

Identitätsprüfung

Ob die Identität der Mietinteressenten tatsächlich gesichert ist, können Sie als Vermieter mit der Vorlage des Personalausweises und einer entsprechenden Notiz des Wohnorts und des Namens überprüfen. Über die Vorlage einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung können Vermieter den Verlauf des vorherigen Mietverhältnisses nachvollziehen und im Zweifelsfall den vorherigen Vermieter kontaktieren. Eine Suche nach dem Namen des Mieters bzw. dem potentiellen Mietnomaden über virtuelle Suchmaschinen kann für Vermieter ebenfalls zum gewünschten Erfolg führen. Einschlägige Wiederholungstätiger könnten bereits hier auf Grund der negativen Vorgeschichte aufscheinen und herausgefiltert werden.

Kaution als Mietsicherheit

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme gegen Mietnomaden, ist die Kaution, die als Mietsicherheit dient. Der Mieter hat beim Einzug in eine neue Wohnung grundsätzlich das Recht die Kaution in drei gleichen Monatsraten zusammen mit den ersten drei Monatsmieten zu zahlen. Vermieter sollten jedoch hellhörig werden, wenn der potenzielle Mieter dieses Recht von sich aus einfordert und dabei etwa auf einen Engpass in der persönlichen Liquidität verweist. Außerdem gilt immer “Schlüssel nur gegen Kaution“, diese Absicherung ist zum Schutz des Vermieters unumgänglich.

Mietausfall- und Rechtsschutzversicherungen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Mietausfall- und Rechtsschutzversicherungen abschließen, die im Ernstfall einspringen. Mittlerweile können Vermieter bereits Mietnomadenversicherungen abschließen, die im Ernstfall finanzielle Schäden begleichen. In Abhängigkeit des Versicherungsvertrages erhalten die Versicherungsnehmer durch Mietnomadentum entstandene Schäden partiell oder komplett ersetzt. Für jede versicherte Wohnung beläuft sich die Versicherungssumme auf jährlich 50 bis rund 200 Euro.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit Opfer von Mietnomaden zu werden?

Vor den falschen Mietern fürchtet sich manch einer, der sich mit einer Kapitalanlage ein Vermögen aufbauen möchte.

Die Sorge ist gewissermaßen berechtigt, dennoch sei es aber maßlos übertrieben, meint der Deutsche Mieterbund (DMB), der die Zahl bislang auf etwa 1000 Mieter schätzte. Ein verschwindend geringer Teil bei über 35 Mio. Mietwohnungen in Deutschland.

Demnach wären das rund 0,0029% aller Wohnungshaushalte, was die Wahrscheinlichkeit selbst Betroffener zu werden doch sehr gering macht.

Wer sich die Kontrolle nicht zutraut, darf gerne auf Profis zurückgreifen und die Erfahrung arbeiten lassen. Wer tagtäglich, wie unsere Experten, mit dem Thema zu tun hat, weiß ganz genau, auf was es bei der Vermietung ankommt und worauf man achten muss, um Fehler zu vermeiden und sein Eigentum zu schützen.

Fazit: Keine Angst vor Mietnomaden

Die Befürchtung Opfer eines Mietnomaden zu werden ist zwar nicht völlig unbergründet, mit Hilfe der richtigen Handhabung und Selektion von Mietern ist die Gefahr jedoch nahezu auszuschließen und sollte doch der sehr unwahrscheinliche Fall eintreten, kann man sich vor finanziellen Schäden absichern.

Wer sich für Immobilien als Kapitalanlage interessiert sollte sich nicht von der Angst vor Mietnomaden beeinflussen lassen. Gerne beantworten wir dir auch noch weitere Fragen zu dem Thema und freuen uns dich bei einer unserer kostenfreien Info-Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

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